Kromschröder & Pfannenschmidt

Willkommen zu Hause

Bei der ARD-Erstausstrahlung am 02.02.2009 sahen 3,99 Mio. Zuschauer (11,9% Marktanteil) das intensive und realistisch geschilderte Drama um einen jungen Afghanistan-Heimkehrer. Ken Duken wurde für seine schauspielerische Leistung als bester Hauptdarsteller mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Auf dem international renommierten Shanghai Television Festival wurde der SWR-Produktion der Magnolia Award in der Kategorie "TV-Film" verliehen.

"Das großartig gespielte ARD-Heimkehrerdrama erzählt klug und unaufgeregt von Kriegswunden, die man nicht sieht." (Der Spiegel am 02.02.2009)

Der Soldat Ben Winter kehrt vorzeitig zurück in seine rheinland-pfälzische Heimat Deidesheim. Bei seinem viermonatigen Afghanistan-Einsatz in Kundus ist er in ein Selbstmordattentat verwickelt worden, bei dem auch sein Kamerad und Freund Torben Kesselbach zu Tode kam.

Was Ben und auch sein Umfeld nicht wahrhaben wollen und erst recht nicht sehen können: die schrecklichen Ereignisse in Afghanistan haben seine Seele nachhaltig verletzt. Ben wird immer wieder von den schlimmen Bildern aus Afghanistan heimgesucht. Doch er nimmt diese Warnsignale seines Inneren zunächst nicht wahr, schiebt alles von sich und will lieber wieder zur Tagesordnung übergehen.

Seine Freundin Tine erwartet ein Kind von Ben. Als sie es ihm endlich erzählt, kann er sich nicht darüber freuen, was wiederum Tine sehr verletzt. Auf einmal sieht sie ihre gemeinsame Zukunft in Gefahr und stellt die Beziehung in Frage. Währenddessen benimmt sich Ben immer merkwürdiger: Er zieht sich zurück, will allein sein. Und mit Tine schlafen will er auch nicht mehr. Wegen der zunehmenden Entfremdung kommt es schließlich zur Trennung auf Zeit.

Bei einer Wiedersehensfeier in der Dorfkneipe schlägt er seinen Freund Ivan Müller krankenhausreif. Ivan erstattet daraufhin Strafanzeige gegen Ben.

Der Vater seines verstorbenen Kameraden Torben, Holger Kesselbach findet nach dem Tod des Sohnes keinen Frieden. Einzig Ben könnte ihm helfen, mit der Situation endlich fertig zu werden, indem er ihm alles über Torbens letzte Minuten erzählt. Aber Ben kann sich nicht erinnern.

Der einzige Mensch, der Bens rätselhaftes Verhalten richtig zu deuten weiß, ist die Nachbarin der Familie Winter, Dr. Lona Reimann. Die allein lebende Krankenhausärztin hat mit dem wesentlich jüngeren Ben eine kurze und heftige Affäre, quasi über den Gartenzaun hinweg. Lona erkennt Bens Trauma und die Notwendigkeit, dass sich Ben dieser Tatsache stellt. Aber Ben will von ihren Warnungen nichts wissen.

Nachdem Ben auch noch in Tines Supermarkt ein Chaos anrichtet und sich in letzter Verzweiflung das Leben nehmen will, ist Lona Reimann erneut zur Stelle und verhindert Schlimmeres. Ben muss sich endlich eingestehen, dass er ernsthaft krank ist. Nur mit professioneller Hilfe kann er die traumatischen Erlebnisse in Afghanistan bewältigen. Ben begibt sich in stationäre Psychotherapie.

Dort findet Oberstarzt Dr. Jochen Wiegand einen Namen für Bens Krankheit: er leidet unter PTBS, einem Posttraumatischen Belastungssyndrom. Er baut Vertrauen zu Ben auf und hilft ihm so, über seine traumatischen Erlebnisse zu reden. Endlich kann sich Ben Tine und Holger Kesselbach gegenüber offenbaren. Endlich ist er in der Lage, die Bilder zu beschreiben, die sich in sein Gehirn eingebrannt haben und die ihn nicht mehr loslassen und auf die ihn nichts vorbereitet hatte.

Stab

Buch
Christian Pfannenschmidt

Regie
Andreas Senn

Produktion
teamWorx Television & Film GmbH in Zusammenarbeit mit Kromschröder & Pfannenschmidt GmbH

Produzenten
Nico Hofmann, Jan Kromschröder

Producer
Benjamin Schacht

Kamera
Stefan Unterberger

Produktionsleitung
Peter Brodhuhn

Herstellungsleitung
Holger Krenz

Redaktion
Manfred Hattendorf, Michael Schmidl

Besetzung

Ben Winter
Ken Duken

Tine Struck
Mira Bartuschek

Lona Reimann
Ulrike Folkerts

Kurt Winter
Oliver Stritzel

Ute Winter
Kirsten Block

Ivan Müller
Torben Liebrecht

Holger Kesselbach
Karl Kranzkowski

Torben Kesselbach
Franz Dinda

Karsten Fink
Andreas Guenther

Jan Kromschröder Christian Pfannenschmidt